«Wasteland» ist eine Hommage an einen Ort. Seit fünf Jahren arbeite ich in meinem Atelier nahe der Grenze Allschwil/Hégenheim und durchwandere das «Brachland», eine Peripherie, die sich zwischen Land und Stadt, Industrie und Natur, sowie zwischen verwilderten und kultivierten Land befindet. In der Einzelausstellung «Wasteland» wird eine Rauminstallation gezeigt, die meine Eindrücke dieser Landschaft in einer abstrahierten Form sichtbar macht. Wir stehen in Beziehung zu unserer Umgebung. Denn sie ist vielmehr als nur eine Rohstoffzone – Sie ist ein lebendiger Organismus. Auf sehr persönliche Weise möchte ich die Zerbrechlichkeit unserer Welt darstellen. Meine Hingabe für das Weggeworfene ist auch eine Hingabe für das Menschliche und die Schönheit des Unvollkommenen. Die Ressourcen-Verschwendung unserer Gesellschaft berührt mich sehr. Bei dem auf Spaziergängen gesammelten Material, handelt es sich deshalb meistens um Abfall (Styropor, Plastik, Autoteile), den ich mit manuell gefertigten Textilarbeiten (Wurzeln) kombiniere. Die organischen “ Wesen “ scheinen mit dem Müll verwachsen zu sein. Dabei interessiert mich die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das meiste von unserem Müll verschwindet nicht einfach. Es sickert in die Erde ein, wird von Pflanzen überwuchert und hinterlässt unwiderrufliche Spuren. Nicht unsere Monumente werden uns überdauern, nicht die Pyramiden oder andere Kulturgüter, es ist der Müll, der von uns bleibt.
![]()






![]()

![]()






© Fotos* und Titelbild: Zlatko Mićić
©Fotos: Katharina Rüll
© Werke: Katharina Rüll